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Revolutionär:
Office im neuen Gewand
Microsoft Office ist
zurück – im revolutionären Gewand: Menüs, Icons, Layout –
alles neu. Erfahrene Office-Nutzer müssen sich gründlich
umgewöhnen. Doch: Profitieren sollen nicht nur Einsteiger;
die neue "fließende" Oberfläche soll bisher gut versteckte
Funktionen aufdecken. Wir haben getestet, ob das gelingt.

Ein Schock für Microsoft: Bei einer Umfrage für das neue
Office wünschten sich 90 Prozent der Befragten Funktionen,
die schon lange in Office enthalten sind. Diese Unkenntnis
brachte die Microsoft-Entwickler zur Einsicht: Sie
verpassten Office eine komplett neue Oberfläche sowie
Bedienerführung.
"Fluent" - zu Deutsch "fließend" - heißt das Stichwort. Der
Begriff soll verdeutlichen, dass dem Anwender die Bedienung
von Office 2007 leichter von der Hand geht. Was
Office-Profis nervt – sie müssen sich in die neue
Bedienerführung einarbeiten – könnte vor allem Einsteigern
helfen. Sie müssen sich nicht mehr in die tief
verschachtelten Menüpfade und dahinter liegenden Funktionen
vorwagen.
Voraussetzungen:
Wer mit Office 2007 arbeiten möchte, muss nicht auf Windows
Vista umsteigen. Die Büro-Suite funktioniert problemlos
unter Windows XP – das Service Pack 2 muss allerdings
installiert sein.
Kostenlos testen:
Office 2007 können Sie kostenlos für
60 Tage ausprobieren. Möchten Sie anschließend weiterhin
mit der Büro-Suite arbeiten, müssen Sie das Paket nicht
deinstallieren. Die Eingabe eines gültigen Keys genügt.

Word: Wenige
Klicks zum Top-Dokument

Word-Ribbon: Das "Band" ersetzt die klassische Menüführung.
Bislang waren einige
Funktionen unter Word schwierig aufzurufen – die neuartige
grafische Oberfläche erleichtert das Starten wichtiger
Features. Wir zeigen, wie schnell Sie mit dem neuen Word
selbst umfangreiche Dokumente anlegen.
Seiten-Layout

Seiten-Farbe: In Echtzeit
dargestellt.
Während dem Nutzer bei der
Erstellung eines neuen Dokuments in den vorherigen
Word-Version weniger Vorlagen zur Verfügung standen, bietet
Word 2007 eine erweiterte Angebotspalette und listet diese
samt Vorschau-Option gleich nach dem ersten Mausklick auf.
Der Ribbon - zu Deutsch "Band" - ersetzt die klassische
Menüleiste und stellt nahezu alle wichtigen Funktionen wie
Design, Größen-Skalierung oder Hintergrund-Optionen auf
einen Blick dar; grafisch als Icon. Ebenfalls sinnvoll ist
der Reiter "Seitenlayout". Klicken Sie auf die Option
"Seitenfarbe" und gleiten danach über die einzelnen
Farbfelder, zeigt Ihnen Word Ihr geöffnetes Dokument in den
verschiedenen Hintergrundfarben an – in Echtzeit.
Schnellbausteine

Software-Recycling:
Der Bausteine-Manager erstellt
wieder verwertbare Word-Komponenten.
Benötigen Sie stets
dieselben Textbausteine, Formatierungen oder Deckblätter –
die Funktion "Schnellbausteine" verwandelt diese Komponenten
in wieder verwertbare Dokument-Schnipsel. Gut: Der
Bausteine-Manager verfügt nicht nur über vorgefertigte
Komponenten, sondern legt zudem individuelle Bausteine an.
Klicken Sie auf den Reiter "Einfügen" und wählen
anschließend den Menüpunkt »Schnellbausteine | Organizer für
Bausteine«, stehen Ihnen jede Menge Vorlagen zur Verfügung.
Dazu gehören Deckblätter, Fußzeilen sowie Formeln. Der
Menüpunkt »Schnellbausteine | Auswahl im
Schnellbaustein-Katalog speichern« erstellt individuelle
Komponenten.
Beispiel: Definieren Sie einen Abschnitt als Vorspann,
können Sie ihn mit Meta-Daten wie Name, Katalog sowie
Kategorie versehen. Speichern Sie den Baustein und möchten
ihn zu einem anderen Zeitpunkt erneut aufrufen, klicken Sie
auf die Schaltfläche "Schnellbaustein". Darin finden Sie die
von Ihnen gespeicherten Elemente. Positiv: Sie sparen viel
Zeit, etliche Klicks und jede Menge Tipperei.
Grafiken

Illustrieren: Dokumente
dreidimensional aufpeppen.
Microsoft hat die
Auswahlmöglichkeit an vorgefertigten Grafiken in Word 2007
aufgestockt. Während bislang nur Excel und PowerPoint über
reichlich Diagrammtypen zur Darstellung von numerischen
Anordnungen verfügten, bietet nun auch Word 2007 eine nahezu
vergleichbare Palette. Diese Option finden Sie auf dem
Reiter "Einfügen" und im Rubrikfeld "Illustrationen".
Ebenfalls zum Illustrationsumfang gehören vorgefertigte
Clip-Arts und Formen. Nützlich ist auch die Funktion
"Deckblatt". Die Design-Palette reicht hierbei von
"Alphabet" bis hin zu "Traditionell". Word 2007 bietet zudem
grafisch aufgepeppte Kopf- und Fußzeilen. Dabei können Sie
beispielsweise wählen, ob Seitenzahlen als Grafik-Element
erscheinen sollen.

Outlook
wandelt sich immer mehr vom komfortablen E-Mail-Client zum
unverzichtbaren Organisations-Profi - dies allein zeigt der
neu integrierte RSS-Feed sowie die erweiterte Kalender- und
Adressbuch-Verwaltung.

Outlook-Ribbon: Nur neu angelegte Optionen enthalten das
"Band".
Indexbasierte Suche

Sekundenschnell: Die indexbasierte
Suche durchforstet E-Mails in Echtzeit.
Die
Zeiten langwieriger Suchvorgänge in E-Mails sind vorbei:
Microsoft Outlook 2007 verfügt nun über eine indexbasierte
Suche – diese lädt sich beim ersten Programmstart aus dem
Netz. Sobald Sie einen Schlüsselbegriff in das Suchfeld
eingeben, beginnt die Funktion E-Mails und angehängte
Dateien wie PDFs annähernd in Echtzeit zu durchstöbern.
Praktisch: Das Such-Feature färbt die gefundenen Begriffe
ein und hebt sie somit vom restlichen Text ab. Die Option
finden Sie unter dem Menüpunkt »Extras | Sofortsuche«. Über
diesen Menüpfad können Sie zudem die Desktop-Suche in
Outlook 2007 starten. Nachteil: Das Feature funktioniert
standardmäßig nur unter Windows Vista, da es XP an der
notwendigen Technologie fehlt.
Aufgabenverwaltung

Übersichtlich: Aufgaben erscheinen
als Termin und lassen sich per Drag-and-Drop
E-Mails verwandeln sich mit einem Klick in Aufgaben. Zur
Priorisierung stehen Ihnen unterschiedliche Farben zur
Verfügung. Markieren Sie die E-Mail mit einem Fähnchen,
erscheint sie in der Aufgabenliste als unerledigt und
wandert automatisch als Aufgabe inklusive Kalendereintrag in
Ihre Task-Liste. Wählen Sie das kleine Häkchen, gilt die mit
der E-Mail verbundene Aufgabe als erledigt und Outlook
streicht den Eintrag in der Aufgabenliste. Weiterer Vorteil:
Outlook 2007 besitzt das neue Fenster "Aufgabenleiste".
Praktisch: In das Kalenderfeld können Sie nun E-Mails und
Aufgaben bequem per Drag-and-Drop als Termin anlegen. Zudem
erscheinen E-Mails oder Termine in der Liste unter dem
Kalenderfeld als Aufgaben.
Adressbuch

Optisch
aufpeppen: Das Adressbuch
verfügt über jede Menge Layout-Optionen.
Microsoft hat das Adressbuch des Outlook 2007
aufgebohrt. So können Sie mittlerweile Kontakte auch als
Visitenkarte anlegen. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche
"Kontakte" am unteren Rand der Outlook-Sidebar und wählen
Sie die Option "Visitenkarte". Legen Sie anschließend einen
neuen Kontakt über den Knopf "Neu" in der Menüleiste an,
erscheinen die Adressfelder. Nettes Gimmick: Haben Sie diese
ausgefüllt und gegebenenfalls ein Foto des Kontakts
zugeteilt, so zeigt Outlook die Daten im
Visitenkarten-Layout an. Wählen Sie die Schaltfläche
"Visitenkarte" im Ribbon, liefert Outlook weitere
Konfigurationsmöglichkeiten. Darin können Sie unter anderem
die Hintergrundfarbe der Visitenkarte sowie das
Layout-Format wählen.
RSS-Feed

Aktuelle News: Während dem E-Mail-Lesen auf dem Laufenden
bleiben
Erstmals vorhanden: Echzeit-News-Ticker
versorgen Sie mit Nachrichten rund um die Uhr – und das
direkt über den Outlook 2007. Somit können Sie Ihre E-Mails
abrufen und gleichzeitig dem Weltgeschehen folgen. Nachteil:
Unversierte Nutzer haben das Nachsehen, da die
Aktivierungs-Option des RSS-Feeds leicht versteckt ist. So
geht's: Wählen Sie in der Outlook-Sidebar das Verzeichnis
"RSS-Feed". Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den
Eintrag und wählen Sie im Kontextmenü »Neuen RSS-Feed
hinzufügen«. Geben Sie in die anschließend erscheinende
URL-Zeile die Adresse ein
Kehren Sie zum Posteingangsfach zurück, können Sie den
Nachrichten über den Ticker am rechten Programmfenster-Rand
folgen. Der Funktionsumfang des RSS-Readers in Outlook 2007
ist allerdings sehr beschränkt und kommt an die
Funktionsvielfalt so mancher externer Tools wie RSSOwl nicht
heran. Mehr Gadgets: Microsoft hat für die Sidebar unter
Windows Vista die "Outlook To Do Bar" entwickelt. Darüber
erscheinen geplante Aufgaben direkt auf dem Desktop.

In Microsoft
Office 2007 stecken auch die bereits aus den vorherigen
Version bekannten Programme wie PowerPoint und Excel. Wir
zeigen die Highlights der aktuellen Office-Komponenten.

Excel-Ribbon: Die Tabellenkalkulation setzt auf die
neuartige Menüsteuerung
Zahlen-Akrobat: Excel

Schattierungen: Sie heben
numerische Werte voneinander ab.
Die
Tabellenkalkulation Excel 2007 sortiert aufgeführte
Zahlenwerte mittlerweile grafisch und hebt sie somit
voneinander ab. Gut: Dabei können Sie wählen, ob sich die
Wertigkeit durch variierende Farben oder verlaufende
Farbintensität voneinander unterscheiden soll. So geht's:
Erstellen Sie eine Tabelle mit numerischen Werten und wählen
Sie den Menüpunkt »Start | Bedingte Formatierung«. Im sich
anschließend öffnenden Drop-down-Menü finden Sie die
Sortierungsmöglichkeiten. Die Palette reicht von
prozentualer Abstufung bis hin zu Farbskalen. 3D-Diagramme:
Erstmals stellt Excel 2007 Diagramme aufwändig
dreidimensional dar. Markieren Sie dazu die Tabelle und
klicken Sie auf die Menü-Option »Einfügen«. Wählen Sie
anschließend einen Diagrammtyp aus – zur Auswahl stehen
Säulen, Kreise, Balken. Trockene Statistiken lassen sich
dadurch weitaus anschaulicher verarbeiten.

PowerPoint-Ribbon: Präsentation lassen sich über das "Band"
steuern.
Folien-Jongleur: PowerPoint

Farbenfroh: Fade Aufzählungen wirken nun weitaus
anschaulicher.
Das
Präsentations-Programm bietet nun optisch noch mehr. Der
neuartige Ribbon fehlt auch in PowerPoint nicht und ist hier
besonders praktisch: Er verwandelt langweilige Aufzählungen
per "Mouse over" in aufwändige und farbenfrohe
Diagrammstruktur - Listen, Zyklen und Hierarchien bieten
sich an. Praktisch zeigt sich die innovative Benutzerführung
auch, wenn der Anwender kurz vor der Präsentation das Layout
ändern möchte oder verfügbare Foliengrafiken einfügen muss -
die schnell zugängliche Echtzeit-Vorschau und die
grafisch-basierten Menüpunkte kommen ihm dabei entgegen.
Unnötiges Gimmick: PowerPoint 2007 besitzt jetzt eine
Fotoalbum-Funktion. Diese ist allerdings im Vergleich zu
alternativen Tools wie dem Gratis-Bildbetrachter FastStone
Image Viewer im Funktionsumfang stark beschränkt.

Microsoft
hat bei seiner Büro-Suite Office 2007 die äußere Hülle
verändert und dadurch die Bedienerführung vereinfacht: Zur
Freude der weniger versierten Office-Nutzer – zum Ärger der
Profi-Nutzer. Diese müssen sich in die neue Suite erst
einarbeiten.

Word 2007: Das
Büro-Arbeitspferd im neuen Gewand.
Dank der komplett neuen Menüführung per Ribbon kommen selbst
Anfänger mit den hochkomplexen Office-Programmen besser
klar. Fortgeschrittene fällt der Einstieg in die neue Suite
schwer; sie müssen auf Gewohntes verzichten. Kein Menüpunkt
ist mehr dort, wo er früher einmal war. Ärgerlich: Noch
zieht die Software-Industrie in punkto "Ribbon" nicht nach.
Gerade bei komplexen Programmen wie Adobe Photoshop würde
sich die neuartige Bendienerführung von Microsoft anbieten.
Adobe plant jedoch nicht auf Microsofts Menüstruktur
"aufzuspringen". Aber auch Microsoft selbst hält sich
zurück: Die Bedienung von Vista liegt weit hinter der
smarten Steuerung von Office 2007.
Das
offene Format "Open XML" ist ein deutlicher Pluspunkt.
Dokumente lassen sich nun nahezu ohne Verlust in andere
Programme exportieren und ausgewählte Daten retten. Schade,
dass Microsoft das PDF-Format nicht komplett integriert hat.
Am meisten profitiert Word 2007 von der "vereinfachten
Bedienerführung". Dokumente lassen sich so schnell erstellen
wie noch nie. Zudem liefert Ihnen Word 2007 jede Menge
Vorlagen auf einen Blick samt Vorschau – das spart Zeit, da
Sie nicht erst per Schlüsselbegriff nach Mustern suchen
müssen.
Outlook 2007 verwaltet nach wie vor
Adressen, organisiert E-Mails und plant Aufgaben sowie
Termine – wenig neue, dafür durchdachte und weitaus
farbenfrohere Features. Die restlichen Office-Komponenten
wie Excel oder PowerPoint haben sich ebenfalls gemausert.

Das
kostet Office 2007: Editionen und Preise im Überblick
Umstieg auf
Office 2007 – wer profitiert?
Der
Wechsel lohnt sich vor allem für Office-Neulinge, da die
grafisch ausgerichtete Bedienerführung das Arbeiten mit der
Büro-Suite erheblich erleichtert. Auch Schüler profitieren
von Office 2007, denn Microsoft bietet eine wesentlich
kostengünstigere "Home&Student-Edition" für Schüler und
Studenten. Profis können getrost bei den Vorgänger-Versionen
bleiben, da sich in erster Linie die Office-Hülle, nicht
aber der Funktionsumfang geändert hat.
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